Vorsicht vor Fremdenfeindlichkeit, Denunziationen und sozialer Versunsicherung

Veröffentlicht von Dr. Christian Mrowka (christian.mrowka) am 13.06.2016
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Mit Besorgnis erlebe ich in Medien, sogenannten "sozialen" Netzwerken und in vielen persönlichen Erlebnissen in den letzten Monaten, wie sich in Deutschland wieder eine Atmosphäre von Hass, Verunglimpfung, Beleidigung, Ablehnung und Vorurteilen breit macht, die wir bisher so nicht kannten. Dies richtet sich undifferenziert gegen alles Andersartige, seien es Kranke, Flüchtlinge, Ausländer, gesellschaftliche Randgruppen oder in letzter Zeit auch Lehrer, Hoteliers, ja sogar Ärzte (Jameda als Speerspitze der anonymen Denunziationswelle). Viele Patienten berichten mir in der Praxis von perfiden Mobbing-Methoden, denen sie im privaten und beruflichen Umfeld ausgesetzt sind und daran erkranken.
Wehret den Anfängen, erheben Sie Ihre Stimme gegen Unrecht, fangen Sie in Ihrem privaten und beruflichen Bereich an und folgen Sie nicht den Rattenfängern, nur weil sie am lautesten schreien. Wir brauchen keine "Alternativen" für Deutschland, sondern demokratische Konzepte für unser Land und unsere Menschen. Unsere Demokratie ist selbstbewusst genug, um aus Fehlern zu lernen. Machen Sie sich ein eigenes Bild/Meinung und vermeiden Sie "Schwarm-Verhalten", nur weil es vermeintlich alle machen. Wir müssen geistigen Brandstiftern entgegentreten, die Hetzkampagnen und ein Klima der sozialen Verunsicherung schüren, in dem sich Menschen nicht mehr trauen, ihre Meinung zu äussern und ausländische Politiker neuerdings die Bürger/Politiker unseres Landes verbal bedrohen. Wo sind wir hingekommen!

Zuletzt geändert am: 14.06.2016 um 15:20

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